Bäume im Winterschlaf

Aktuell haben wir hier bei uns in der Eifel, genau wie überall in Deutschland, die bislang kälteste Periode in diesem Winter. Gestern Morgen zeigte unser Thermometer ein Minus von satten elf Grad an. Wir packen uns den eisigen Temperaturen entsprechend warm ein. Eine dicke Winterjacke, Mütze, Schal und Handschuhe müssen schon sein und die gefütterten Winterstiefel dürfen auch nicht fehlen, damit das Frieren nicht anfängt.
Doch wie ist das eigentlich bei den Bäumen? Frieren die vielleicht auch, wenn es plötzlich so kalt wird? Vielleicht sind wir Menschen kein guter Vergleich, wenn es um Überlebensstrategien an die eisigen Temperaturen geht. Schauen wir uns doch mal den Braunbären näher an. Der frisst sich in den warmen Monaten eine dicke Speckschicht an, die ihn durch den Winter bringt, sucht sich ein Winterquartier und hält dort seinen Winterschlaf.
Das ist bei den Bäumen ganz ähnlich. Auch sie bilden Reserven, zwar nicht in Form von Fett, aber in Form von Zucker, den sie im Sommer durch die Photosynthese gebildet und gespeichert haben. Wenn genug Zucker und Nährstoffe für den Winter gespeichert sind, bereiten sich die Bäume auf den Winterschlaf vor. Sie werfen ihr Laub ab und reduzieren die Feuchte im Baum, übrigens beginnen sie mit dem Reduzieren der Feuchte schon im Sommer. Und im Winter, wenn es dann so eisig ist wie jetzt, sind die Bäume im Winterschlaf und zehren von dem Zucker, den sie in den warmen Sommermonaten gesammelt haben.